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Donnerstag, 24. Oktober 2019

Matchbericht SC Emmen – FC Hochdorf

Wie nah können Freud und Leid beieinander liegen? Eine Frage, die sich wohl einige Zuschauer nach dem dramatischen 2:3-Sieg für Hochdorf gestellt haben.

Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen wollten die Seetaler unbedingt wieder einen Sieg einfahren. Keine leichte Aufgabe, stand auf der anderen Seite doch der Aufstiegsaspirant aus Emmen gegenüber. Obwohl die Gäste dem spielstarken Tabellenzweiten das Spieldiktat überliessen, hatte Hochdorf bereits nach fünf Minuten die erste Doppelchance zur Führung. Közle traf mit seinem Schuss aus 20 Metern zuerst nur die Latte, ehe Wildisen mit seinem Nachschuss im Strafraum scheiterte. Beim Gastgeber schlichen sich indes immer wieder Fehler im Aufbauspiel ein, welche Hochdorf zu guten Kontergelegenheiten brachten. Die Seetaler sündigten allerdings im Abschluss und verpassten es, in der Startviertelstunde in Führung zu gehen. Nach gut 20 Minuten kam Emmen zu seiner ersten Gelegenheit. Barbarez drehte einen Eckball direkt auf Feers Tor, der allerdings wachsam war und den Ball parieren konnte. Wenige Minuten später hatten die Seetaler Glück. Ein abgelenkter Weitschuss prallte von der Unterkante der Latte zurück ins Spiel. Anschliessend egalisierten sich die beiden Mannschaften grösstenteils - bis fünf Minuten vor der Pause. Lombardo luchste Emmens Verteidiger den Ball ab und traf mit einem sehenswerten Schlenzer zum 0:1 für die Gäste. Jedoch nur fünf Minuten später düpierte Veseli mit einem Hackentrick Schürch zwischen den Beinen und legte auf für seinen Kollegen, der zum Ausgleich einschieben konnte.

In der zweiten Halbzeit stand Hochdorf organisierter und liess dem Gastgeber weniger Raum, sodass sich eine ausgeglichene, aber ereignisarme Partie entwickelte. Eine Viertelstunde vor Schluss jedoch, lancierte Bucher mit einem herrlichen Pass Wildisen auf links, der das Leder zu Haldi in die Mitte spielte und dieser zur erneuten Führung einnetzen konnte. Mit der Führung im Rücken, fokussierten sich die Seetaler nun auf die Defensive und versuchten immer wieder mit Konter für Entlastung zu sorgen. Dies ging gut, bis der eingewechselte Meier in der 90. Minute mit einem unhaltbaren Distanzschuss für ein Déjà-vu bei den Seetalern und für Glücksgefühle auf Seiten der Emmer sorgte. «Nicht schon wieder», dachten sich wohl die blauweissen Anhänger. Nicht schon wieder ein Gegentor in letzter Minute. Nicht schon wieder ein sichergeglaubtes Spiel aus der Hand gegeben. Hochdorf zeigte jedoch einmal mehr Moral. Mit einem langen Ball wurde Wildisen ein letztes Mal auf die Reise geschickt. Der Pass geriet jedoch zu lang, sodass Emmens Torhüter Bäuerle aus dem Tor stürmte und den Ball wegspedierte. Sein Klärungsversuch landete allerdings genau vor Lombardo, der mit einer tollen Direktabnahme über Bäuerle hinweg ins Tor traf. Die Freude auf Seiten der Seetaler war grenzenlos, der Schlusspfiff ging im Freudentaumel komplett unter.

Hochdorf belohnt sich in letzter Sekunde für einen guten Auftritt gegen ein starkes Emmen. Die Gastgeber ihrerseits zeigten, warum sie sich zurecht auf einem Aufstiegsplatz befinden. Hochdorf seinerseits zeigte ebenfalls eine gute Leistung und liess durchsickern, welches Potenzial in dieser Mannschaft schlummert. Eine Leistung, die für das langersehnte Derby am kommenden Freitag (20 Uhr) beflügelt. Dann begrüsst Hochdorf zum ersten Mal seit über einem Jahr die Eschenbacher zum Derby auf der Arena.

Es ist also alles angerichtet für eine weitere Schlacht zwischen den beiden Seetaler Rivalen.

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