Support Your Sport

100 Jahre FC Hochdorf

Hauptsponsoren

Dienstag, 5. Januar 2021

Rück-und Ausblick mit unserem Assistenz-Trainer Adrian Stocker

Zum Start ins neue Jahr blickt Adrian Stocker, Assistenztrainer der 1. Mannschaft, auf die durch Corona geprägte Vorrunde zurück und gibt Einblicke, wie der Trainerstaff die Zukunft der Mannschaft plant.

Bitte stell dich kurz vor:
Stolzer Aussendienstmitarbeiter der Firma Hilti. Die grosse Leidenschaft widme ich dem Tanzen, jeglicher Arten. Gutaussehend aber trotzdem bodenständig und bescheiden geblieben.
Aus meiner Juniorenzeit im Team Seetal – insbesondere unter dem damaligen Trainer Herbert Fankhauser – habe ich mitgenommen, dass neben dem fussballerischen Talent der Spass sowie der Teamgeist wichtige Erfolgsfaktoren sind. Insbesondere Teamgeist beinhaltet für mich weitere wichtige Elemente wie offene Kommunikation, Leidenschaft, Vertrauen und Kritikfähigkeit, nach welchen ich auch im Alltag versuche zu leben. Persönlich würde ich mich als Person bezeichnen, die sich mit viel Begeisterung für eine Sache einsetzt, daneben aber auch jederzeit für einen Spass zu haben ist.

Wie gehst du persönlich mit der Corona Situation um?
Die Corona-Situation verlangt natürlich von allen ein hohes Mass an Disziplin und Flexibilität. Sie fordert uns geradezu auf, unsere Komfortzone zu verlassen und neue Wege zu entdecken und zu gehen, was auch positive Aspekte mit sich bringt. Neben der erschwerten Planung – welche insbesondere die Kommunikation zur Mannschaft erschwert - fehlt mir persönlich aber das Vereinsleben und die sozialen Kontakte am meisten. Gleichwertige, alternative Lösungen für diesen Bereich lassen sich fast nicht finden. Ein gemeinsames Fest nach einem Heimsieg mit unseren Anhängern schmeckt digital einfach nicht.

Wie haben Raffa und du die Mannschaft auf die ungewisse Zeit eingestellt?
Auch wir sind auf die Flexibilität und Disziplin von unserer Mannschaft und den ganzen Verein angewiesen. Einerseits ist unsicher ob die derzeitige Saisonplanung umgesetzt werden kann, wodurch sich alle auf kurzfristige Änderungen einstellen müssen. Andererseits kann es dann sehr schnell losgehen, wodurch wir auf die erfahrungsgemäss gute Disziplin der Mannschaft angewiesen sind. Mittels Workshops in kleinen BAG-konformen Gruppen, haben wir die Mannschaft die Vorrunde Revue passieren lassen und die einzelnen Spieler aufgefordert, sich Ziele für die Zukunft zu setzen. Dadurch versuchen wir die Spannung aufrecht zu erhalten, damit wir beim Rückrundenstart von Anfang an bereit sind.

Mit einem Punkt Rückstand auf einen Aufstiegsplatz und einem frühen Cup-aus schloss man die Vorrunde ab. Wie bist du zufrieden?
Im Cup haben wir uns natürlich mehr erhofft, keine Frage! In einem schwierigen Auswärtsspiel gegen einen kämpferisch guten Gegner haben wir diesen klassischen Cupfight unglücklich verloren. Die Reaktion der Mannschaft in der Meisterschaft nach dem etwas missglückten Saisonstart und dem moralischen Tiefpunkt mit dem Cupout war dann aber umso beeindruckender. Leider verabschieden wir uns mit zwei Niederlagen und dem Verlust der Tabellenführung in die vorgezogene Winterpause, was natürlich etwas weh tut. Alles in Allem ziehe ich jedoch ein positives Fazit der Vorrunde: Wir sind oben dran, hatten wenige Verletzte zu beklagen, wir können uns über eine ausserordentlich hohe Trainingspräsenz erfreuen und so viel ich beurteilen kann macht es noch immer allen Spass ihrem Hobby nachzugehen.

Wo siehst du Verbesserungspotential?
Wenn man sieht gegen welche Gegner wir Punkte liegen gelassen haben, so sind dies alles Mannschaften im vorderen Tabellendrittel. Insbesondere gegen diese Gegner fehlt es uns noch an der nötigen Stabilität und Abgeklärtheit. Auch hatten wir siegreiche Spiele, in welchen wir das Spiel grösstenteils im Griff hatten, vor unseren jeweiligen Führungstreffern aber einiges an Glück in Anspruch nehmen mussten. Wir tun auch in Zukunft gut daran, demütig zu bleiben und hart an uns zu erarbeiten, damit wir die Spiele in Zukunft abgeklärter über die Runden bringen. Das Wettkampfglück müssen wir auch zukünftig zu unseren Gunsten erzwingen.

Die 1. Mannschaft besteht ausschliesslich aus jungen Spielern aus der Hochdorfer-Region. Wie empfindest du diese Entwicklung?
Diese Konstellation bringt viele Vorteile in diversen Hinsichten mit sich. Für die Zuschauer bedeutet das, dass sie sich viel schneller mit der Mannschaft identifizieren können, was eine grössere Akzeptanz schafft und sich spürbar positiv auf die Unterstützung auswirkt.
Das Mannschafts- und Kabinenleben profitiert natürlich ebenfalls. Viele Spieler kennen sich aus ihren Jugendzeiten, haben gemeinsame Geschichten erlebt und sind auch neben dem Fussballplatz gut befreundet. Die Verbundenheit der Spieler zum Verein wird dadurch gestärkt. Für uns als Staff zeigt sich dieser positive Teamspirit darin, dass die Mannschaft einen unheimlich eigenständigen Drive hat, sie pusht sich gegenseitig und ist enorm lernwillig. Wenn es mannschaftsintern stimmt, erleichtert dies die Arbeit für uns als Staff natürlich enorm.

Wie plant der Trainerstaff die Zukunft?
So etwas wie Planungssicherheit gibt es zu diesen Zeiten nicht. Natürlich haben wir unsere Saison vorbereitet. Ob diese so umsetzbar ist wird sich zeigen. Auch betreffend Kader wird sich nach aktuellem Stand sehr wenig verändern.

Was du schon immer dem Umfeld vom FC Hochdorf sagen wolltest?
Nur durch viel Engagement, Leidenschaft und der gemeinsamen Freude am Fussball von jedem Einzelnen lässt sich dieses familiäre Vereinsleben ausleben. Gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es nicht selbstverständlich, dass Sponsoren und Freiwillige durch Fronarbeit den Verein mit ihrer Arbeit unterstützen! Vielen Dank all diesen Personen die sich sichtbar oder im Hintergrund für den FCH einsetzen!

Support Your Sport

100 Jahre FC Hochdorf

Co-Sponsoren